KURSPROGRAMM Frühling 2018

Film

KINOFREITAG

KINO DER WELT: FILMFREITAG
Ausgewählte Filme zu ungewöhnlichen Themen mit anschließendem Gespräch

Kogi – die Betreuer der Welt

1.) From the Heart of the world – the elder brother’s warning (1990, Alan Ereira, englisch, 120 Minuten)
2.) Aluna (2012, Ereira, deutsch, 90 Minuten)

Das seit 600 Jahren bewusst zurückgezogene Volk der Kogi, zu den spirituellsten Völkern der Erde gehörend, gestaltet im Hochgebirge Kolumbiens sein Leben nach jahrtausendealten Riten, die das Gleichgewicht der Erde (der Welt) halten und wieder herstellen. Die Kogi haben zweimal in den vergangenen 25 Jahren ihre Zurückgezogenheit unterbrochen um den Kleinen Bruder – uns – zu warnen, dass sie das Gleichgewicht allein nicht mehr aufrecht erhalten können. Nachdem ihre erste Warnung von 1990 (so entstand der erste Film, der das Leben der Kogi eindrücklich darstellt) erfolgslos geblieben war, führten sie 2012 ihr größtes Ritual aus (welches im zweiten Film gezeigt wird) um den Kleinen Bruder, der wohl nicht zu sehen vermag, die Verbundenheit alles Irdischen zu zeigen.

Zwischen beiden Filmen gibt es eine ausführliche Pause mit Stärkungen, anschließend oder auch bereits in der Pause die Möglichkeit für Fragen und zum Gespräch.

ACHTUNG: SAMSTAGS WEGEN „ÜBERLÄNGE“!
Termin: 27.1.2018, BEGINN: 17.00!

Unkostenbeitrag: 12.–

DIE FARBEN DES PARADIESES

Majid Majidi, Iran 1999

Der achtjährige Mohammad besucht mit großem Erfolg eine Blindenschule in Teheran. Als die Sommerferien beginnen, kommt sein Vater aus den Bergen, um ihn ins geliebte Heimatdorf zurückzuholen. Endlich wird Mohammad wieder mit seiner Großmutter und den Schwestern zusammen sein. Über die Kiesel im Bach, die Körner einer Ähre gleiten seine  Finger mit derselben Verzückung, wie sie ihn beim Ertasten der Blindenschrift überkommt. Mohammad liest die Welt mit den Fingern, und sie ist schön. Sein Vater dagegen sieht ihn als Krüppel.
Eine zweite Ehe soll ihm den Sohn schenken, der ihn im Alter mit offenen Augen unterstützt.

Termin: 27.4.2018, Beginn: 19:00 (Filmdauer 87 Min.)

Unkostenbeitrag: 8.–

Wölfe und Schafe

(Shahrbanoo Sadat, Afghanistan 2016)

Die Dokumentation einer Erinnerung. Der Erinnerung an eine schwierige und doch reiche Kindheit in der afghanischen Pampa, unter Schafen, Ziegen und gestrengen Erwachsenen. Die Mädchen und Buben hüten die Schafe und üben mit ihren selbst gebastelten Steinschleudern. Vor allem wollen sie die Wölfe vertreiben. Es ist ein Film über den Alltag; nicht nur über die Routine, sondern über das, was an allen Tagen Bedeutung hat. Die Menschen sind Schafhirten – das sagt sehr viel über die Gesellschaft. Die sechs Kinder, die die eigentlichen Hauptrollen haben, sind so rotzfrech, so vulgär, so schwierig, so liebenswürdig, wie man es nicht erfinden und nicht inszenieren kann. Sie sind Hirten, sie tragen Verantwortung, sind permanent in der Wildnis unterwegs – und sie wissen sich zu helfen.

Termin: 23.3.2018, Beginn: 19:00, Filmdauer: 86 Min.

Unkostenbeitrag: 8.–