HERBSTPROGRAMM 2022

Kultur-/Naturgeschichte/Philosophie

HERBST/WINTER 2022/23

KULTURGESCHICHTE DER NATUR

HANS JONAS: DAS PRINZIP LEBEN

„Im Begriff der Freiheit besitzen wir einen Leitbegriff für die Interpretation des Lebens. Die großen Widersprüche, die der Mensch in sich selbst entdeckt – Freiheit und Notwendigkeit, Schöpfertum und Sterblichkeit – haben ihre keimhaften Vorbildungen schon in den primitivsten Formen des Lebens ...“

Jonas entwirft hier eine philosophische Biologie, welche die für das abendländische Denken prägende Trennung von Natur und Geist unterläuft. Das Grundprinzip alles Lebendigen sieht er in der Vermittlung von Organismus und Freiheit, die bereits im (Zell-)Stoffwechsel angelegt ist, da dieser es der Zelle erlaube, sich von der unbelebten Natur abzugrenzen und ein eigenes, in ersten Ansätzen „freies“ Lebewesen zu sein, selbst-zentriert, individuell. Jonas‘ Überlegungen bilden einen guten Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit neueren Ansätzen einer umfassenden Naturbetrachtung.

Gesprächsleitung: Mag. Andrea Schröder

Termine:
Sa., 3.12.2022, 10:00 – 17:00,
So., 4.12.2022, 10:00 – 14:00

Beitrag: € 100,–

TYSON YUNKAPORTA: SAND TALK. DAS WISSEN DER ABORIGINES UND DIE KRISEN DER MODERNEN WELT

Tyson Yunkaporte, Professor für indigenes Wissen an der Melbourner Universität, lässt uns erkennen, dass Schöpfung sich in jedem Augenblick ereignet, was den Menschen als Hüter und Mitwirkenden benötigt, denn nur er kann Erde und Himmelswelten verbinden. Da alles Leben zyklisch ist, befindet sich alles in einem (für westlich lineares Denken: außerordentlichen) komplexen Beziehungssystem. Wirklich wesentlich sind die Verbindungen zwischen Dingen, denn diese Energie – nicht das einzelne Sein - hält die Schöpfung zusammen.

Gesprächsleitung: Mag. Alexandra Zeitz

Termine:
Sa., 29.10.2022, 10:00 – 14:00
Sa., 12.11.2022, 10:00 – 14:00
Sa., 26.11.2022, 10:00 – 14:00
Sa., 10.12.2022, 10:00 – 14:00

Beitrag: € 90,–

URGESCHICHTE

TÄNZE, RITUELLES LEBEN UND SCHAMANISMUS: DIE INDIGENEN ALASKAS, DER SUBARKTIS UND DER NORDWESTKÜSTE NORDAMERIKAS

Alle indigenen Völker Nordamerikas atmen eine unvergleichliche Spiritualität – in den verschiedensten Varianten, je nach Region. Kennzeichnend für die Nordwestküste ist der Schamanismus, sind Masken und Totempfähle – und eine einzigartige Verbindung zur Tierwelt des Meeres.
Reiches Bildmaterial, Mythen und Geschichten sind die Wegweiser, um im Gespräch diese Spiritualität lebendig werden zu lassen – inspirierend und richtungsgebend in der aktuellen Lage.

Kursleitung: Mag. Alexandra Zeitz

Termine:
Fr., 21.10.2022, 18:00 – 21:00
Sa., 22.10.2022, 10:00 – 17:00
So., 23.10.2022, 10:00 – 17:00

Beitrag: € 190,–

TANZENDE MEDIZINHÜTTEN, FRIEDENSSTIFTENDE KONFÖDERATIONEN, WELTACHSE IN ERDHÜGELSTÄDTEN: INDIGENE VÖLKER DES OSTENS NORDAMERIKAS

Der Osten birgt etliche Überraschungen, die wir üblicherweise nicht kennen: große indigene Gärten mit Obstbaumreihen, eine Konföderation, die sowohl Vorbild der Struktur der USA wurde als auch Marx inspirierte, Erdhügelstädte, größer als die gleichzeitigen europäischen Städte – Hochkulturen also. Mit wegweisenden Gesellschaftsstrukturen und Gemeinschaftsformen.
Reiches Bildmaterial, Mythen und Geschichten bilden abermals die Wegweiser.

Kursleitung: Mag. Alexandra Zeitz

Termine:
Fr., 20.01.2023, 18:00 – 21:00
Sa., 21.01.2023, 10:00 – 17:00
So., 22.01.2023, 10:00 – 17:00

Beitrag: € 190,–

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